Was passiert mit E-Autobatterien, wenn sie das Ende ihrer Lebensdauer erreichen?
Ein aktuelles Beispiel aus unserer täglichen Arbeit zeigt, wie anspruchsvoll und verantwortungsvoll der Umgang mit diesen Batterien ist. Erst vor kurzem haben wir beim Autohaus Ploner in Telfs in Kooperation mit der ERAplus GmbH eine E-Autobatterie fachgerecht abgeholt. Die Batterie wurde in einem speziellen, brandfesten Behälter von unseren Mitarbeiter:innen gesichert und mithilfe eines Krangeräts verladen. Sicherheit hatte dabei oberste Priorität.
Solche Einsätze werden sich in Zukunft häufen. Seit Beginn des Jahres dürfen wir als offizieller Sammelpartner der ERAplus GmbH für Westösterreich tätig sein. Viele Menschen fragen sich, was nach der Sammlung eigentlich mit E-Autobatterien passiert. Hier ein kurzer Einblick:
Warum E-Autobatterien besondere Sorgfalt brauchen
E-Autobatterien sind leistungsstarke Energiespeicher. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel oder Kobalt, aber auch Stoffe, die bei unsachgemäßem Umgang gefährlich werden können. Deshalb dürfen sie ausschließlich von geschulten Entsorgungsspezialisten gesammelt und transportiert werden.
„E-Autobatterien sind kein gewöhnlicher Abfall. Sie verlangen Know-how, Erfahrung und höchste Sicherheitsstandards. Genau hier liegt unsere Verantwortung als Entsorgungsunternehmen.“
Unser Beitrag: sichere Sammlung und Transport
Unsere Aufgabe endet nicht beim Abholen. Wir sorgen dafür, dass E-Autobatterien
- fachgerecht gesichert,
- in geeigneten, brandfesten Behältern gelagert und
- sicher zu spezialisierten Aufbereitungsanlagen transportiert werden.
Viele dieser Batterien werden nach der Sammlung in moderne Recyclinganlagen in Deutschland, der Schweiz oder auch Österreich. gebracht. Dort beginnt ein hochentwickelter Recyclingprozess.

Was passiert mit E-Autobatterien nach der Sammlung?
Das Recycling von E-Autobatterien erfolgt heute in mehreren Schritten. Ziel ist es, bis zu rund 90 Prozent der enthaltenen Materialien zurückzugewinnen.
1. Sammlung und sichere Entladung
Bevor eine Batterie geöffnet wird, wird sie vollständig entladen.
Das ist wichtig, um Kurzschlüsse, Brände oder Explosionen zu verhindern.
2. Demontage
Die Batterie wird in ihre Einzelteile zerlegt.
Schon in diesem Schritt werden Materialien wie
- Kunststoff
- Aluminium
- Kupfer
getrennt und direkt recycelt.
3. Mechanische Aufbereitung
Die Batteriezellen werden anschließend in einer geschützten Umgebung, meist unter Stickstoff, zerkleinert. Dabei entsteht die sogenannte Black Mass. Dieses feine Pulver enthält unter anderem Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Graphit.
4. Chemische Rückgewinnung
Aus der Black Mass werden die wertvollen Metalle mithilfe chemischer Verfahren herausgelöst und gereinigt. Die gewonnenen Rohstoffe können anschließend wieder in neuen Batterien oder anderen Produkten eingesetzt werden.